Współrzędne 1062

Uploaded 29 kwietnia 2010

Recorded kwietnia 2010

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401 m
120 m
0
32
64
128,39 km

Obejrzane 7125 razy, pobrane 26 razy

w pobliżu  Görlitz, Sachsen (Deutschland)

For those who do not speak German, my facility with English is almost on a native level but I am just to lazy to write the description twice. If you drop an email to [email protected], I promise that you will receive an answer soon.

Dieser erste Teil der Radtour von Görlitz nach Krakau geht bis hinter Liegnitz. Dies liegt daran, dass es in Liegnitz leider keinen Zeltplatz gibt, und Camping war nun mal angesagt. Die 128 km sind trotz Einigem an Gepäck zu schaffen, wenn... Das bringt mich zum Verlauf der Route und was an anderer Stelle hier im Wikiloc von einem Einheimischen aus dieser Gegend zum Befahren von größeren Straßen geschrieben wurde - es sei lebensgefährlich. Nun, das ist m.E. vielleicht etwas übertrieben. Wenn ich den Vergleich der Polnischen "30" mit der quasi Fortsetzung "B6" auf Deutscher Seite ziehen sollte würde ich sagen: Zugegebenermaßen, in Polen wird (mein Eindruck) noch schneller gefahren (gerast) als bei uns. Aber sie sind nicht so rücksichtslos. Auf der B6 ist es mir oft passiert dass Viele überholen, selbst wenn ein LKW entgegen kommt und es verdammt eng wird. Ist mir auf der "30" nicht einmal untergekommen, da wurde im Zweifelsfall schön dahinter geblieben. Desweiteren sind die großen Landstraßen in Polen idR. sehr breit und haben oft eine durch einen weißen Strich abgegrenzte Fahrradspur. Der Track verläuft auch bei Weitem nicht nur auf solchen Straßen. Der erste Teil bis Lauban und dann noch einmal eine vergleichbare Strecke um erst mal voran zu kommen, damit die Distanz zu bewältigen ist und nebenbei noch etwas Zeit zum Sightseeing bleibt.

Und die sollte man haben. An den Fotos sieht man, dass noch Vieles von der Vorkriegs-Bausubstanz erhalten ist, und die Polen sind außerdem hervorragende Restaurateure.

Nach dem erstem Spurt nach Lauban bietet es sich an, auf dem dort vorhandenen größeren Platz (die Plätze werden immer größer je weiter man nach Osten kommt) im Stadtzentrum einen Kaffee zu trinken. Haben wir eigentlich immer so gehalten wenn es das Wetter zulässt. Man kann bei ganz nettem Ambiente schön draußen sitzen (Wegpunkt im Tracklog), und für unsere Verhältnisse sind die Preise sehr niedrig.

Nach dem Verlassen von Lauban geht es zunächst noch ein ganzes Stück bis kurz hinter Greiffenberg (Gryfów Śląski) auf der "30" weiter, was aber wie gesagt nicht unbedingt als schlimm empfunden werden muss und dem zunächst etwas zügigeren Vorankommen überaus dienlich ist. Ab dann wird es sehr ländlich und man begegnet kaum noch einem motorisierten Fahrzeug.

Die nächste Station ist Löwenberg (Lwówek Śląski). Nähere Informationen finden sich in der Beschreibung zum Wegpunkt. In Löwenberg gibt es eine Besonderheit. Nachdem die Deutsche Bevölkerung nach 1945 aus den Gebieten östlich der Oder-Neiße-Linie vertrieben wurde hat man kategorisch alles was daran erinnern könnte ausgemerzt. Man findet in Polen keine Inschrift, kein Schild was vergessen wurde oder irgend sonst etwas in Deutsch. Offensichtlich ist die Politik aber am Bier gescheitert. Auf dem Track kommt man an der Löwenberger Brauerei vorbei, wo man, weithin sichtbar, demonstriert dass man großen Wert auf die mehr als 100-jährige Tradition und das Brauen nach dem Deutschen Reinheitsgebot legt. Und das eben nicht auf Polnisch.

Da sich allzu viel Kaffee nicht unbedingt mit Radfahren verträgt, war es in Goldberg (Złotoryja) stattdessen ein Eis. Ich esse wahnsinnig gerne Softeis, oft auch zwei oder sogar drei auf einmal und lasse keine Gelegenheit aus. Dort (Wegpunkt für die Eisdiele im Tracklog) habe ich bei dem Ersten fast kapituliert, und gekostet hat es umgerechnet nicht mal 50 Cent.

In Liegnitz (Legnica) war es dann doch wieder Kaffee. Man sitzt direkt am großen Platz mit Blick auf die beiden wesentlichen Kirchen und die Fassaden der Bürgerhäuser. Überhaupt sollte man sich für diese Stadt etwas mehr Zeit nehmen.

Von Liegnitz ist es dann bis Wahlstatt (Legnickie Pole) nicht mehr all zu weit, noch ca. 10 km südöstlich. Dort wartet nicht nur der Campingplatz, sondern auch ein bauliches Monument erster Klasse, die Klosterkirche. Wenn man nach einem kleinen Absacker zum Campingplatz zurück läuft kommt diese phantastische Kirche erst richtig zur Geltung, sie ist hervorragend angestrahlt. Der Geschichtskundige wird wissen, dass hier ein Polnische-Deutsches Ritterheer im Jahre 1241 im Kampf gegen die Mongolen der Goldenen Horde in einer riesigen Schlacht verheerend geschlagen wurde. So stammt dann auch der Name des Ortes vom demjenigen (Walstatt) des Schlachtfeldes ab.

Die Fortsetzung der Tour, Teil 2 von Liegnitz nach Breslau, findet sich hier: http://de.wikiloc.com/wikiloc/view.do?id=875945
Sehenswert in erster Linie ist das Rathaus. Es soll das zweit schönste in Schlesien sein, gleich hinter dem in Breslau. Da das Zentrum von Löwenberg relativ klein ist sind auch die Franziskanerkirche, die Lubaner Bastei, die Evangelische Kirche und die Johanniterkirche in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar
Wenn man auf dem Track nach Goldberg hineinfährt kommt man als erstes am Schmiedeturm vorbei, bevor es etwas bergab weiter ins Städtchen geht. Durch die Fußgängerzone kommt man dann auch zwangläufig zur Eisdiele (links) wo es das Riesensofteis gibt und auf welcher der Wegpunkt sitzt. Direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite ist die Kirche mit einem kleinen Park, so dass man auch in Goldberg keine langen Fußwege in Kauf nehmen muss um das Wesentliche gesehen zu haben.
Die Klosterkirche (in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz, man radelt zwangsläufig dran vorbei) sollte man als Liebhaber von Architektur einfach gesehen haben.
Nr. 234 der Polnischen Camping- und Caravan-Vereinigung (PFCC) 59-241 Legnickie Pole, ul. Henryka Brodatego 7 ++48 76 858 2397, www.osir.legnica.pl, [email protected]
Der Wegpunkt sitzt auf dem Cafe am großen zentralen Platz. Liegnitz ist deutlich größer als Lauban oder Goldberg und wäre, wie schon Görlitz, einen ganzen extra Tag an Zeit Wert gewesen. Auf den Fotos zum Wegpunkt sieht man was in Laufweite des Cafes ist.
Der Wegpunkt sitzt auf dem Cafe am Rathausplatz, wo man neben Kaffee trinken auch Softeis essen kann. Die Bilder zeigen was man von Lauban erheischen kann wenn man sich eine gute viertel Stunde Zeit in dieser Stadt lässt. Kaffee
Der Wegpunkt sitzt deshalb auf dem Bahnhof weil man, so wie es bei uns der Fall war, möglicherweise mit dem Zug zum Startpunkt der Tour kommt, welche dann auch hier beginnt. Die Fotos zeigen andere Teile dieser tollen Stadt, denn so viel macht der Bahnhof nicht gerade her. Eigentlich hätte man sich für Görlitz etwas mehr Zeit nehmen sollen. Die ganze Kulisse ist derart Klasse dass sogar ein Film der im Paris des letzten Jahrhunderts handelt in Görlitz gedreht wurde.

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